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„Ein langer Weg zur neuen Gemeinde“
Willkommen...
Evangelische Kirchengemeinde in der Gropiusstadt !

Bald erinnern sich nur noch ausgewiesene Historiker an die Anfänge der kirchlichen Arbeit in der; Gropiusstadt. Die Entwicklung des Stadtteils folgte der Nord-Süd-Richtung, von Britz in Richtung Rudow.- Die Entwicklung der kirchlichen Arbeit lässt sich anhand der Perlenschnur der U-Bahnhöfe nachvollziehen: Johannisthaler Chaussee mit der Martin-Luther-King-Kirchengemeinde, Lipschitzallee mit dem Evangelischen Zentrum „Haus der Mitte“ und der katholischen Sankt Dominicus Pfarrei und Wutzkyallee mit der Kirchengemeinde Gropiusstadt Süd. Das Evangelische Zentrum wurde Ende des Jahres 1998 aufgelöst, seine Arbeitsbereiche und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die beiden evangelischen Gemeinden verteilt. Bereits seit 1996 wurde diese Entwicklung in einem eigenen gemeinsamen Ausschuss vorbereitet, dem Regionalausschuss. das war aus heutiger Sicht der Beginn des gemeinsamen Weges der Gemeinden Martin Luther King und Gropiusstadt Süd. Das Zusammenwachsen begann: Gemeinsamer Gemeindebrief, Kirchenmusik, Chor, Seniorenarbeit, Gottesdienste, Konfirmandenunterricht und vieles mehr entwickelte sich. 2007 wurde zur ersten Wahl eines gemeinsamen Gemeindekirchenrats aufgerufen. In diesen 6 Jahren wurde Schritt für Schritt die Vereinigung zu einer neuen Gemeinde vorbereitet. Dabei war es niemals seit Bestehen der Gropiusstadt selbstverständlich oder auch nur wahrscheinlich, dass die beiden Kirchengemeinden sich zu einer zusammentun würden. Im Gegenteil! Die Entwicklung der Gemeinden verlief sehr unterschiedlich. Das hat mit Personen zu tun, aber auch mit Konzepten von Gemeindearbeit. Pfarrer und wenige Pfarrerinnen in den Jahren seit Gründung der Gemeinden, Älteste, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatten sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, was Gemeinde sein und wie ihr Leben gestaltet sein sollte. Die zuerst gegründete und zuerst mit dem Bau eines Hauses für das kirchliche Leben beginnende spätere Martin-Luther-King-Gemeinde baute eine „richtige“ Kirche für die gottesdienstliche Nutzung, die im April 1968 eingeweiht wurde. Daneben plante der Architekt ein Ensemble von Saal, Gemeinderäumen und Dienstwohnungen. Es entstand eine an der Tradition orientierte Gruppe kirchlicher Gebäude. So kannten es die Menschen, die in die neue Großsiedlung zogen, aus ihren früheren Gemeinden. Nun bekamen sie auch für ihre neue Heimat wieder eine Kirche mit Glockenturm. In Gropiusstadt Süd; wurden ganz andere Wege gegangen. Hier wurde ein Mehrzweckbau geplant, der auf kleiner Grundfläche über 5 Ebenen gestaffelt möglichst viele Funktionen „unter einem Dach“ zusammenführen sollte – und viele Menschen aller Generationen. Damals entwickelten Sozialarbeiter neue Formen von; Gemeindearbeit in Anlehnung an die Gemeinwesenarbeit. Dieses Konzept gab seinerzeit den Impuls, als Kirchengemeinde Neuland zu betreten: Kirche begann, sich für das Gemeinwesen, also die Umwelt und das soziale Miteinander der Menschen zu interessieren und sich dort auch aktiv einzumischen: Miniclubs entstanden, Treffpunkte für Frauen und alleinerziehende Eltern, offene Jugendarbeit – alles, was das Gemeinwesen braucht, damit Menschen sich entfalten können. So entwickelte sich in den sechziger und; siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts eine moderne Gemeindearbeit.