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Die Gropiusstadt im Süden Berlins

 

Die Gropiusstadt liegt im Süden des Berliner Bezirks Neukölln. Die Siedlung ist zwischen 1962 und 1975 als Satellitenstadt entstanden. Sie liegt auf dem Gebiet der alten Dörfer Britz, Buckow und Rudow.
Seit 2002 ist die Gropiusstadt ein eigener Ortsteil im Bezirk Neukölln.

Das Architektenteam TAC aus Chicago um Walter Gropius hat die Trabantenstadt mit 18.500 Wohnungen ca. 50.000 Bewohner geplant. Konzipiert wurde eine moderne Neubausiedlung als „Bandstadt im Grünen“.
90 % der Wohnungen wurden im Sozialen Wohnungsbau errichtet.
Walter Gropius hatte in seinem Entwurf maximal fünf Geschosse vorgesehen. Aber die Ausführungsplanung sah bereits eine erhebliche Verdichtung vor und mit dem Ideal-Hochhaus ist mit 30 Etagen und 89 m Höhe ist eines der höchsten deutschen Wohngebäude entstanden. Auch die Grünflächen wurden gegenüber den Plänen sehr reduziert.

Am 7. November 1962 wurde vom damaligen Regierenden Bürgermeister Willy Brandt an der Johannisthaler Chaussee im Beisein von Walter Gropius der Grundstein für den ersten Bauabschnitt gelegt. Die für den Bau verantwortlichen großen Wohnungsbaugesellschaften waren die GEHAG und die DeGeWo.

Ab dem Jahr 1965 wurde die U-Bahnlinie 7 von Britz-Süd nach Rudow verlängert. Damit war die Gropiusstadt verkehrsmäßig gut an die Stadtmitte angebunden. An den U-Bahnhöfen wurden Einkaufszentren errichtet. So entstanden entlang der U-Bahnlinie drei Stadtteilzentren für die Nahversorgung.

Immer wieder wurde die Gropiusstadt als sozialer Brennpunkt erlebt und in der Öffentlichkeit dargestellt. Es entstand eine lebendige Gemeinwesenarbeit. 1986 wurde mit einem Prozess der Wohnumfeldverbesserungen unter Beteiligung der Bürger begonnen. Der öffentliche Grünzug wurde aufgewertet, Plätze wurden umgestaltet und man versuchte zusätzliche Angebote für die Bewohner zu schaffen.

Seit der deutschen Wende hat sich vieles verändert. Nach Aufhebung der Sozialbindung ist kein Wohnberechtigungsschein mehr nötig, um eine Wohnung zu bekommen. Die Zahl der Wohnungseigentümer ist deutlich gestiegen, die Bevölkerungs-struktur hat sich verändert, die Einwohnerzahl ist gesunken. Menschen zogen ins Umland, die Zahl der Migranten in der Gropiusstadt ist gestiegen.
Nach der Errichtung eines großes Einkaufszentrums an der Johannisthaler Chaussee, durch den Einsatz eines Quartiersmanagements und u.a. aufgrund vielfältiger kultureller Angebote nicht zuletzt der Kirchengemeinden hat die Gropiusstadt wieder an Attraktivität gewonnen.